Unklarheiten
Im Internet sind auf Homepages die verschiedensten Listen
über giftige Pflanzen zu finden, in denen sich zum Teil
widersprochen wird. Das liegt zum einen daran, dass selbst
Fachleute zum heutigen Zeitpunkt noch nicht wissen, inwieweit
eine bisher als ungiftig eingestufte Pflanze doch eine Langzeit-
bzw. Spätwirkung haben könnte. Eventuell sind diese Listen
auch nicht immer auf den neuesten Stand, besonders was
Wellensittiche betrifft.
Zum anderen ist Gift auch immer eine Sache der Menge und
Konzentration. Oder wie oft jemand mit diesem Gift in Berührung
kommt oder wieviel er jedesmal aufnimmt. Einige Pflanzen sind
hochgiftig, andere schwachgiftig, bei bestimmten Pflanzen sind
auch nur gewisse Teile giftig (z.B. Blüten, Blätter, Wurzeln,
Früchte, Rinde, Stiel). Wichtig ist hier die Vorbeugung, denn
wenn auch einzelne Bestandteile giftig sind, wer will
garantieren, dass der Wellensittich genau diese giftigen Teile
nicht beachtet und sich nur an die ungiftigen einer Pflanze
hermacht oder wieviel er davon nascht. Deshalb besser auch die
schwachgiftigen aus dem Vogelzimmer entfernen.
Yucca - Drachenbaum -
Bogenhanf
Das sind die in unseren Wohnzimmern wohl am häufigsten
anzutreffenden Pflanzen, die auch gerne von unseren Vögeln
angeknabbert werden und auch diese tauchen mal als giftig, dann
als ungiftig in Listen auf. Alle drei Pflanzen enthalten
sogenannte Steroidsaponine, die zu einer Schleimhautreizung
führen und auch eine Blutzersetzung bewirken können. Bei
Katzen und Hunden wirkt dieses Gift hochgiftig. Wie es bei
Vögeln ist, ist noch nicht so ganz erforscht. Aber Vorsicht ist
hier dennoch angebracht.
Meine Sittiche haben auch mehrmals am Drachenbaum geknabbert
und es ist mir bisher noch nichts Negatives aufgefallen, aber
das kann dennoch so sein, dass sie ihren Körper durch dieses
Gift belasten und sie eine Disposition zu einer bestimmten
Krankheit bekommen. Mittlerweile decke ich meine Pflanzen
mit Plastiktüten ab und das Rascheln, welches entsteht, wenn
sie näher fliegen, schreckt sie zudem auch noch ab.
Gummibaum - Benjamin
Auch diese sehr oft bei uns anzutreffende Zimmerpflanze
gehört zur Familie "Moraceae", der Maulbeerbaumgewächse.
Weitere Arten sind: Ficus elastica - Gummibaum, Ficus benjamina
- Birkenfeige, Ficus benghalensis - Banyanbaum, Ficus religiosa
- Bobaum, Ficus carica - Feigenbaum, Ficus lyrata - Geigenfeige,
Ficus diversicola, Ficus pumila - Kletterficus, Ficus
magnolioides. Der Milchsaft dieser Ficus-Arten enthält u. a.
flavonoide Verbindungen und Furocoumarine. Diese bewirken Haut-
und Schleimhautirritationen. Die klinischen Symptome sind
Erbrechen und Durchfall. In größeren Mengen auch Krämpfe,
Lähmungen oder Tod.