- kleine Notfall-Apotheke
Bei unseren gefiederten Lieblingen kommt es ab und zu auch
mal zu Verletzungen oder Unpässlichkeiten, da muss dann schnell
geholfen werden, bevor es zum Tierarzt zur Weiterbehandlung geht
oder um Schlimmeres zu vermeiden. Für schnelle Hilfe braucht
man dann eine Notfall-Apotheke. Diese am besten in einem Kasten
oder Koffer, leicht zugänglich aufbewahren, damit alles sofort
griffbereit ist. Nach dem Benutzen alle verschmutzten
Instrumente gut reinigen.
vor allen Dingen gehört dazu: Die Telefon-Nummer des
Tierarztes, den man rund um die Uhr erreichen kann!
Erste-Hilfe-Utensilien
für Vögel:
Rotlichtlampe
- Temperatur nicht über 35 Grad, ca. 50 cm
Abstand. Dauer 10 - 15 Minuten. Nur eine Hälfte des Käfigs
bestrahlen, damit der Vogel einen kühleren Ort aufsuchen kann.
Den Abstand zur Wärmelampe allmählich vergrößern, um ein zu
schnelles Absinken der Umgebungstemperatur zu vermeiden. Nicht bei Gehirnerschütterungen
oder undefinierbaren Lähmungen anwenden!
Wärmeflasche
+ Handtücher - wird alternativ statt
Rotlichtlampe angewendet. Dazu Sandschale des Käfigs entfernen,
heiße Wärmeflasche mit dicken Handtüchern umwickeln und den
Käfig draufstellen.
Heiltees
- bei Verdauungsbeschwerden z.B. Kamillentee oder
Schwarzen Tee, Salbeitee. Nur sehr dünn und nicht heiß reichen.
Rezept: Zwei Teebeutel schwarzen Tee auf 1 Liter Wasser, darin
drei Teelöffel Traubenzucker und von dieser Lösung ins
Wassernäpfchen geben. Das regt den Stoffwechsel an und das
Teein geht gegen evtl. Kranheiten vor. Mit Kamillentee kann man
sehr gut Dampfbäder machen.
Traubenzucker
- Stärkungsmittel z.B. bei Schwächeanfällen,
Messerspitze voll ins Trinkwasser
Haferflocken
/ Milupa Kinderbrei / Zwieback - bei
Magenproblemen, grünen Kot. Falls der Vogel aufgrund
einer Kropfentzündung kein Körnerfutter zu sich nehmen
kann und darf, reicht man diesen Brei (abkühlen lassen)
und vorher schon mal damit füttern, damit er es kennt.
Vogelvitamin-Präparat
- Vitacombex, Vitamin C macht Appetit, Korvimin
ZVT
Vogelkohle
- bei Durchfall: zur Bindung und
Ausscheidung von schädlichen Stoffen. Vogelkohle
beseitigt nur die Symptome nicht die Ursachen, der Durchfall
wird eventuell nur gemildert. Bei Vergiftungen: unmittelbar nach
der Aufnahme des Giftes.
Traumeeltropfen
(Naturheilmittel) - bei Schock, Verletzungen der Bänder
oder der Muskulatur, bei Gehirnerschütterungen.
Rescuetropfen
(Bachblüten) - bei Schock, akutem schweren
Krankheitszustand (nur unterstützend zur tierärztlichen
Behandlung versteht sich!)
Augensalbe
- zur Behandlung von verkrusteten
Augenlidern. Augensalbe lässt sich bei einem Wellensittich
leichter anwenden. Augentropfen zur Reinigung von Wunden und der
Kloake. ACHTUNG: Die Augentropfen müssen garantiert cortison-
und antibiotikafrei sein! Bei Augenproblemen keinen Kamillentee
verwenden.
Nasentropfen -
bei verklebten Nasenlöchern oder Schnupfen. Ein Tropfen davon wird auf die
Nasenlöcher geträufelt, besser ist eine physiologische
Kochsalzlösung (Apotheke) oder das Einsprühen mit Euphorbium
compositum Nasentropfen. Äußerst sparsam verwenden. Nie mehr
als einen Tropfen.
Wick
vaporup / Tigerbalsam - nur als Dampfbad: bei Erkältungskrankheiten
gibt man etwas davon in heißes Wasser und lässt die Dämpfe
den Vogel einatmen.
Vaseline
- für rauhe Haut und bei Schnabelmilben, bei
Legenot wird die Kloake damit eingerieben.
Olivenöl
/ Keimöl - Bei Verstopfung, zur
Auflösung von Hyperkeratose (übermäßige Verhornung der
Wachshaut)
Eisen-III-Chlorid -
bei Hornverletzungen wie Blutungen am Schnabel,
blutenden Federkielen oder der Kralle anwenden. Etwas
Eisenchlorid auf Watte oder Wattestäbchen und auf die Blutung
drücken. Nie direkt auf offene Wunden der Haut, da es die Haut
zu stark reizt und eine Wundheilung dadurch behindert wird!
Besser ist Claudenwatte (gibt es in der Apotheke), die man im
Kühlschrank aufbewahrt.
blutstillende
Watte oder Babypuder - bei blutenden Wunden. Auf
die Wunde drücken, bis die Blutung gestoppt ist. Claudenwatte
ist auch hier angebracht..Wunden vorher
reinigen.
Jodtinktur -
zur Desinfektion von Wunden.
Tupfer, Watte,
Wattestäbchen - zum Auftragen von Salben u.
Tinkturen. Auch bei Wunden.
Pipette
oder Spritzen (ohne Nadel) - zur Verabreichung von
Flüssigkeit bzw. in Wasser aufgelösten Medikamenten.
Pinzette
Stumpfe
Schere
Krankenkäfig
- bei Haltung mehrerer Vögel, um den kranken
Vogel zu separieren wegen Ansteckungsgefahr
Transportkäfig
- für den Gang zum Tierarzt
Naturheilmittel und Bachblüten gibt es in Apotheken und bei
naturheilkundlich orientierten Tierärzten.