- Der Gang zum Tierarzt
Wenn Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht anschlagen oder vom Laien
nicht durchführbar sind, sich das Befinden innerhalb kurzer
Zeit verschlechtert, ist der Gang zum Tierarzt notwendig.
Der Transport Wichtig
ist, dass der Vogel während des Transportes weder großer
Kälte oder Zugluft noch hohen Temperaturen ausgesetzt wird. Gut
ist es, wenn man den Vogel für den Transport kurz in einen
kleineren Käfig oder Transportkäfig umsiedelt. Aber es geht
auch der normale Käfig. Den Käfig am besten mit einem Tuch
abdecken, das schützt ebenfalls vor Kälte u. Zugluft und
im Wartezimmer der Tierarztpraxis vor neugierigen Hunden sowie
andere für den Vogel erschreckenden Eindrücken. Wer ein
Auto besitzt wird den Vogel auf diesem Wege zum Tierarzt
befördern, wer keines hat, muss eventuell auf öffentliche
Verkehrsmittel oder das Taxi zurückgreifen. Ich habe auch schon
erlebt, wie jemand seinen Käfig mit dem Fahrrad transportiert
hat, er hielt den Käfig mit der einen Hand an der Aufhängung
fest und mit der anderen lenkte er. Davon ist wegen der
Unfallgefahr abzuraten auch ist es für den kranken Vogel eine
Zumutung. Bei einem Patienten mit Bein- oder
Flügelbruch sollte man den Käfig weich auspolstern und alle
Sitzäste, Sitzstangen, Spielzeug und Näpfchen entfernen. Man
kann dem Vogel aber eine Kolbenhirse im Käfig legen. Wenn
eine Kotuntersuchung geplant ist, legt man am Abend oder Morgen
zuvor Alufolie auf den Käfigboden. (Kein Küchenkrepp, da es
die Flüssigkeit aus dem Kot aufsaugt.) Wann
braucht man den Tierarzt?
SOFORT:
- Bei Blutungen, die
nicht aufhören.
- Blut im Erbrochenen
oder im Kot
- Verbrennungen
- Kreislaufkollaps
- Vergiftungen
- Schwere Verletzungen
wie Stichwunden oder andere tiefe Schnittverletzungen,
Knochenbrüchen
- Schwere Atemnot
- Legenot
NACH EINIGEN
STUNDEN, AM SELBEN TAG:
- Augenprobleme
- Picken, Kratzen,
Federverlust, Hautprobleme
- leichter bis schwerer
Durchfall
- Schwellungen
- Erbrechen
- Appetitverlust
- ständiger Durst
Vor dem Gang zum
Tierarzt sollte man sich über einige Fragen Gedanken machen,
die eventuell für die Diagnose und Behandlung des kranken
Vogels wichtig sind. Das betrifft folgende Dinge:
Alter des
Wellensittichs, wann die ersten Krankheitszeichen auftraten, mit
welchen Medikamenten er behandelt wurde, welches Futter er
erhält, welche Zusatznahrung er erhält, was er an Obst und
Gemüse zu sich genommen hat, ob er an irgendwelchen Pflanzen
oder anderen giftigen Stoffen genagt hat oder Zugang dazu hatte,
welche Tiere noch im gleichen Haushalt leben.
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Lese hierzu auch die
verwandten Themen:
Erste Hilfe Maßnahmen | Kleine
Notfall-Apotheke
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